Auf Augenhöhe - nicht nur bei den Paralympics
25.03.2010 12:36
Moskau und Düsseldorf setzen sich gemeinsam für die Förderung von Behinderten ein
Düsseldorf, 25.3.2010. Bürgermeisterin Gudrun Hock wird mit Düsseldorfs Partnerstadt Moskau bei der Integration von Behinderten zusammenarbeiten. Das ist das Resultat von Gesprächen, die Hock auf Einladung der Messe Düsseldorf in dieser Woche mit verschiedenen Entscheidungsträgern in der russischen Hauptstadt führte.
In Bereichen wie Städtebau und Energieeffizienz arbeiten Düsseldorf und Moskau bereist seit vielen Jahren eng zusammen. Hock, früher langjährige Beigeordnete in Essen für Jugend und Soziales, will nun auch soziale Kooperationen fördern. Bei einem Treffen mit Vladimir Platonov, Leiter der Moskauer städtischen Duma, betonte die Bürgermeisterin, dass ihr besonders die Belange von Behinderten am Herzen lägen. „Wir müssen als Städte alles dafür tun, Behinderte einzubinden. Ein besonders wichtiger Faktor dabei ist die Gewährleistung von Mobilität“, so Hock.
Beeindruckt zeigte sich Hock beim Besuch eines Ausbildungszentrums für geistig Behinderte in Moskau: „Diese Einrichtung steht für eine fortschrittliche Entwicklung im Bereich der Integration von Behinderten in Russland“, so Hock. In dem Zentrum werden Ausbildungsgänge in Gastronomie, Handwerk und Kunsthandwerk angeboten. Der hauseigene Chor begrüßte den Besuch aus Düsseldorf feierlich.
Und auch was die Nachwuchsförderung im Behindertensport betrifft kann man von Moskau durchaus lernen. Während den deutschen Behindertensport Nachwuchssorgen quälen, rekrutierte das russische paralympische Komitee unlängst 2.000 junge Sehbehinderte aus dem ganzen Land. Und mit Blick auf die Winterspiele im russischen Sotschi 2014 soll die Nachwuchsförderung weiter verstärkt werden. Vladimir Pruglo, Leiter des paralympischen Komitees Moskau, bot Gudrun Hock hierbei eine Zusammenarbeit mit Düsseldorf an.
Die verschiedenen Arbeitstreffen der SPD-Bürgermeisterin in Moskau wurden durch INTAMT e.V. organisiert und begleitet.
Auf der deutsch-russischen Konferenz zur Inklusion von Behinderten, welche INTAMT jährlich im Rahmen der REHACARE durchführt, sollen im Oktober 2010 Kooperationen vertieft und neue hinzu gewonnen werden. Gudrun Hock wird sich hier wieder mit den russischen Kollegen an einen Tisch setzen.
