Gründung eines Zentrums zur Inklusion von jungen Menschen mit Behinderungen in die Arbeits- und Ausbildungswelt
Projektlaufzeit: 2009-2011
Ort: Kaliningrad (Russische Föderation)
Gemeinsam mit der Kaliningrader NGO für junge Menschen mit Behinderungen „APPAREL“ (Russisch für „Rampe“) hat INTAMT im Oktober 2009 ein Zentrum zur Inklusion junger Menschen mit Behinderungen in Arbeitsmarkt und Ausbildungswelt in der Oblast Kaliningrad gegründet. Das Projekt wird von der Aktion Mensch im Rahmen ihres Programms „Basisstrukturen in Mittel-Ost und Südosteuropa“ gefördert. Die Projektphase läuft noch bis 2011. Danach soll das Zentrum finanziell und organisatorisch auf eigenen Füßen stehen.
Das Zentrum soll junge Erwachsene mit Behinderungen über ihre Rechte und Möglichkeiten auf der Suche nach einer geeigneten Berufsausbildung und einem Arbeitsplatz aufklären. Hierzu werden Vertreter des Zentrums auch in Schulen und Unternehmen gehen und diese dabei unterstützen, Ausbildungsangebote und Arbeitsplätze auf die Bedürfnisse von Behinderten abzustimmen. Zudem ist politische Lobbyarbeit und Öffentlichkeitsarbeit gefragt, um das Bewusstsein in der Gesellschaft zu verändern.
Die Arbeit des Zentrums
Das in Gründung begriffene Zentrum wird auf Grundlage der bestehenden russischen Gesetze Menschen mit Behinderungen dabei unterstützen, ihre Rechte in der Arbeits- und Ausbildungswelt der Oblast Kaliningrad einzufordern bzw. wahr zu nehmen.
Die Strategien des Zentrums basiert auf dabei Informations- und Aufklärungsarbeit. Die Mitarbeiter des Zentrums werden sich für die Bedürfnisse der jungen Menschen mit Behinderungen einsetzen und für eine weitere Verbesserung der Rechtsgrundlage sowie die Umsetzung der bereits bestehenden Gesetze im Bereich Ausbildung und Erwerbstätigkeit werben. Es werden regelmäßige Beratungsgespräche für junge Menschen mit Behinderung und ihre Familien angeboten. Zudem soll hier eine Anlaufstelle für die Vermittlung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen geschaffen werden. Daneben werden die Mitarbeiter des Zentrums auch Unternehmen und politische Institutionen bei der Realisierung von Barrierefreiheit und Inklusion in Bildungswesen und Arbeitsmarkt beraten. Durch politische Lobbyarbeit und Öffentlichkeitsarbeit (Kampagnen) soll das gesellschaftliche Bewusstsein in Bezug auf die Bedürfnisse und Rechte von Menschen mit Behinderungen (u.a. barrierefreie Umwelt) gefördert werden.
Dieses Projekt basiert auf dem Engagement von INTAMT für die Lebensbedingungen von jungen Menschen mit Behinderungen in den GUS-Staaten. Seit seiner Gründung im Jahre 2005 hat der Verein in Nordrhein-Westfalen für Fach- und Führungskräfte aus dem sozialen Sektor in der Russischen Föderation verschiedene Fortbildungen zur Rehabilitation sowie zu Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen durchgeführt. Seit 2008 wurde zu diesem Themenkomplex jährlich eine deutsch-russische Konferenz im Rahmen der REHACARE international durchgeführt, die politische, zivilgesellschaftliche und ökonomische Akteure aus beiden Ländern zusammen führte.


