Gemeinsam für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Konferenz mit über 200 Teilnehmern aus der GUS und der EU
Gemeinsam ist man stärker. Das gilt auch bei der Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderung. Am 23. und 24. September trafen sich in Düsseldorf zu diesem Thema über 200 Menschen mit und ohne Behinderung aus Aserbaidschan, Belarus, Deutschland, Kasachstan, Moldawien, Russland und der Ukraine. Die Konferenz „Internationaler Dialog EU – GUS: Gemeinsam für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“ fand im Rahmen der Messe REHACARE statt und wurde durch INTAMT e.V. in Kooperation mit dem Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland "Für Selbstbestimmung und Würde" e.V. (ABiD) organisiert.
Betroffene, deren Angehörige und Vertreter von Organisationen der Behindertenselbsthilfe diskutierten hier mit den Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Bildung. Der Austausch war ein Brückenschlag zwischen West und Ost, wie er in dieser Form erstmalig stattfand. „Europa endet nicht an den Grenzen der EU“, betonte der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des ABiD Dr. Ilja Seifert bei der Konferenzeröffnung.
Dabei konnte man viel voneinander lernen: Ist die Konvention in Deutschland schon in einigen Lebensbereichen angekommen, ist sie von Belarus noch nicht einmal unterzeichnet. Während in Russland und Kasachstan die Ratifizierung vorbereitet wird, ist sie in der Ukraine und Moldawien bereits vollzogen. Die russische Staatsduma werde wahrscheinlich Ende des Jahres die Konvention ratifizieren, sagte hierzu der Duma-Abgeordnete Vladimir Krupennikov. Er sitzt selber im Rollstuhl und moderiert eine Sendung für Menschen mit Behinderung im russischen Fernsehen.
Gemeinsam ist allen Ländern, dass bisher zwar viel über die Konvention geredet wird, im praktischen Alltagsleben der Betroffenen aber nicht genügend ankommt. Dies gilt es zu verändern. „Die Inklusion von Menschen mit Behinderung ist ein Weg zur Gesundung unserer Gesellschaft“, resümierte der Vorstandsvorsitzende von INTAMT e.V., Prof. Dr. Eduard Patrik.
Im Anschluss an die Konferenz fand ein deutsch-russisches Jugendforum statt, auf dem sich junge Menschen mit und ohne Behinderung austauschten und eine gemeinsame Fotoausstellung zum Thema „Leben mit Behinderung in Deutschland und Russland“ präsentierten. Das deutsch-russissche Jugendforum fand bereits zum dritten Mal in Folge statt, zuletzt im Juli in Moskau. Es wurde von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gefördert.
Mit rund 100 Teilnehmern war die Russische Föderation auf der Konferenz am stärksten vertreten. Im Vorfeld hatte die Delegation aus russischen Ministern, Schulleitern, Vertreten von Behindertenverbänden in Düsseldorf inklusive Schulen, betreutes Wohnen und weitere Einrichtungen besichtigt und sich dort mit den deutschen Kollegen ausgetauscht. Die Delegationsreise wurde ebenfalls durch INTAMT e.V. organisiert.
Die Konferenz wurde unterstützt durch:
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Das deutsch-russische Jugendforum wurde unterstützt durch:
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